Gewaltfreie Kommunikation Übungen – Gefühl VS Pseudogefühl

 

 

 Gewaltfreie Kommunikation Übungen

 Schritt 2: Die Gefühle

In der Gewaltfreien Kommunikation sind als zweite Komponente (neben der Beobachtung als erste) die Gefühle zentral. Wichtig ist, einen Wortschatz an Gefühlen zu entwickeln, um so unsere Gefühle klar und deutlich beschreiben zu können. Es wird dabei eine Unterscheidung vorgenommen zwischen dem Ausdruck von „wahren“ Gefühlen und Aussagen, von denen wir denken es handle sich um Gefühle hinter denen sich jedoch Gedanken oder das was wir über jemanden anderen denken (Bewertungen / Interpretationen) verstecken.

zB. Ich fühle mich betrogen – Betrogen ist kein Gefühl, sondern, das was wir über den anderen denken (Bewertung)

Ich habe das Gefühl, dass ich das nicht schaffe – auch hier handelt es sich nicht um eine Gefühl, sondern ein Gedanke.

 

1. Unterscheiden Sie bei folgender Gewaltfreien Kommunikation Übung die Sätze, die Gefühle zum Ausdruck bringen von denen, die eine Bewertung oder Einschätzung sind.

1. Ich habe das Gefühl, dass du lügst.

2. Ich bin traurig, dass du nicht da bist.

3. Ich habe Angst, wenn du das sagst.

4. Wenn er mich nicht anruft, dann fühle ich mich vernachlässigt.

5. Ich fühle mich wertlos.

6. Ich freue mich, dass meine Mutter zu Besuch kommt.

7. Fühlst du dich missverstanden?

8. Ich fühle mich ungeeignet für den Job.

9. Ich fühle mich unter Druck.

10. Ich fühle mich erfrischt.

 

Lösung

1. Gedanke oder Interpretation 2. Gefühl 3. Gefühl 4. Gedanke oder Interpretation 5. Gedanke oder Interpretation 6. Gefühl 7. Gedanke oder Interpretation 8. Gedanke oder Interpretation 9. Gedanke oder Interpretation 10. Gefühl

 

2. Bei dieser Gewaltfeien Kommunikation Übung sind Sie dazu aufgefordert, Ihre eigenen Gefühle zu explorieren. Dazu vervollständigen Sie die unten aufgeführten Sätze und gewinnen so einen Einblick in Ihre Gefühlswelt.

Ich habe Glück empfunden, als …

Ich war froh, als …

Ich habe mich gefreut, als …

Ich war sauer, als …

Ich war wütend, als …

Ich war entspannt, als …

Ich war angespannt, als …

Ich hatte Angst, als …

Ich war zufrieden, als …

Ich war unzufrieden, als …

Ich war deprimiert, als …

Ich war ausgeglichen, als …

Ich war neugierig, als …

Ich war zuversichtlich, als …

Dass Menschen häufig Probleme haben, Ihre Gefühle zu erkennen und klar zu äußern, erkennt man zum Beispiel an folgender Antwort auf die Frage „Wie geht es dir?“. Diese wird oft beantwortet mit „gut“ oder „schlecht“. Dabei gibt es viel mehr Wörter, die in den täglichen Gefühlswortschatz aufgenommen werden können. Statt einem „gut“ können wir beispielsweise antworten mit „Ich fühle mich heute zufrieden und gutgelaunt“.

Alle Gewaltfreie Kommunikation Übungen finden Sie hierEin zusätzliches Übungsbuch, sowie das Skript zum Seminar frei verfügbar zum download finden Sie hier.

Falls Sie Interesse daran haben, die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg kennen zu lernen oder ihr Wissen darin zu vertiefen, stehen wir Ihnen gerne bei Fragen zur Verfügung oder Sie nehmen an einem unserer Einführungsseminaren sowie Aufbauseminaren in die Gewaltfreie Kommunikation teil. Falls sie bereits Erfahrung mit der GFK gemacht haben, können Sie auch an unseren Übungsgruppen in Nürnberg teilnehmen.

 

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