Grundannahmen in der Gewaltfreien Kommunikation

Grundannahmen in der Gewaltfreien Kommunikation

Annahmen, die der Geisteshaltung in der Gewaltfreien Kommunikation zugrunde liegen:

 

  1. Universalität der menschlichen Bedürfnisse: Wir alle haben die gleichen Bedürfnisse. Worin wir uns voneinander unterscheiden ist in unseren Strategien, Bedürfnisse zu erfüllen. Konflikte tauchen auf der Ebene der Strategien auf – nicht der Bedürfnisse.
  2. Gefühle habe ihre Wurzeln in unerfüllten oder erfüllten Bedürfnissen: Unsere Gefühle sind direkt mit unseren Bedürfnissen verbunden. Wenn unsere Bedürfnisse erfüllt sind, fühlen wir uns glücklich, erfüllt, erregt, etc. Wenn unsere Bedürfnisse nicht erfüllt sind, fühlen wir uns traurig, ängstlich, wütend, etc. (Anmerkung: Unsere Einschätzung ob unsere Bedürfnisse erfüllt sind oder nicht schließt fast immer eine Interpretation oder einen Glauben mit ein.)
  3. Alles was Menschen tun sind Versuche, Bedürfnisse zu erfüllen: Unsere Motivation zu handeln entsteht aus dem Wunsch, Bedürfnisse zu erfüllen.Wir ziehen es vor, unsere Bedürfnisse so zu erfüllen, dass Andere dadurch nicht verletzt werden, wenn wir einen Weg finden, der auch unsere Bedürfnisse beachtet.
  4. Mitgefühl:  Wir haben eine angeborene Fähigkeit zum Mitgefühl. Wenn diese Fähigkeit genährt wird, sind wir in der Lage einfühlsam zu handeln, und die Wahrscheinlichkeit wächst, dass Bedürfnisse (unsere eigenen und die Anderer) auf friedliche Weise erfüllt werden.
  5. Natürliches Geben: Wir haben eine uns innewohnende Freude daran,etwas für andere zu tun, wenn wir unser Geben als freiwillig erfahren.
  6. Verbindung: Verbindung taucht auf, wenn wir mitfühlend gegenseitig unsere Bedürnisse verstehen. In Konfliktsituationen ist es nötig diese Tiefe der Verbindung zu erreichen, um sicherzustellen, dass alle Bedürfnisse erfüllt werden können.
  7. Es ist genug für alle da: In dieser Welt gibt es genug Ressourcen und Strategien, um jedermanns/ jederfraus Bedürfnisse zu erfüllen – wenn die Systeme und sozialen Strukturen daran ausgerichtet wären, Bedürfnisse zu befriedigen. Die meisten Menschen erfahren keine Fülle, weil die  heutigen sozialen Strukturen nicht dafür geschaffen sind. Wir glauben, dass jeder offensichtliche Mangel ein Anzeichen sowohl für die Grenzen des heutigen Systems sind, wie auch für eine Krise der Vorstellungskraft und einem Fehlen von Kenntnissen, die Verbindung zu fördern.
  8. Frieden schaffen: „Richtig/Falsch“-Urteile führen zu Trennung und Streit, während Urteile auf Basis von Bedürfnissen zu Verbindung und Frieden führen. Frieden schaffen  schließt die Schaffung größeren Selbstverstehens und tieferen Mitgefühls für alle Menschen mit ein, ob ich mit ihnen übereinstimme oder nicht.

 

© 2005 by Inbal Kashtan and Miki Kashtan * nvc@baynvc.org * 510-433-0700  www.cnvc.org * (frei übersetzt aus dem Amerikanischen von Isabell Peters)

Posted in: Allgemein

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